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Schutzmaßnahmen für den Ortolan
Der Rückgang des Ortolans hängt vor allem mit Veränderungen in der Landschaft und Nutzung zusammen. Die folgenden Maßnahmen zeigen, was konkret getan werden kann, um Lebensräume zu sichern und die Art zu schützen.
Lebensräume erhalten und verbessern
- Erhalt strukturreicher Offenlandschaften
- Sicherung von Feldgehölzen, Hecken und Einzelbäumen
- Schaffung von Randstrukturen und Übergangsbereichen
- Vermeidung großflächiger Monokulturen
Angepasste landwirtschaftliche Nutzung
- Extensivierung der Bewirtschaftung in sensiblen Bereichen
- Reduzierter Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln
- Erhalt von Brachen und ungenutzten Flächen
- Spätere Mahdzeiten zur Schonung der Brutzeit
Störungen während der Brutzeit minimieren
- Ruhige Zonen in bekannten Brutgebieten einrichten
- Einschränkung intensiver landwirtschaftlicher Eingriffe während der Brutzeit
- Lenkung von Freizeitnutzung (z. B. Wegeführung)
- Information der Öffentlichkeit vor Ort
Monitoring und Forschung
- Regelmäßige Erfassung der Bestände
- Dokumentation von Brutplätzen und Entwicklung
- Austausch zwischen Fachstellen und Projekten
- Nutzung der Daten für gezielte Schutzmaßnahmen
Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit
- Kooperation mit Landwirten und Flächeneigentümern
- Einbindung regionaler Naturschutzorganisationen
- Information und Sensibilisierung der Bevölkerung
- Förderprogramme gezielt nutzen und kommunizieren